Geschmacksstörungen können die Geschmacksknospen oder die Nervenbahnen, die zur Großhirnrinde führen, betreffen. Zu den Ursachen gehören vorübergehende Störungen im Zusammenhang mit Infektionen oder Entzündungen im Mund oder dauerhafte Schäden, z.B. als Folge von Erkrankungen des zentralen Nervensystems.
Der Geschmack ist einer der grundlegenden Sinne, der über Geschmacksrezeptoren in den Geschmacksknospen wahrgenommen wird.
Eine Geschmacksstörung, d.h. eine abnorme Wahrnehmung von Geschmacksreizen, wird auch als Dysgeusie bezeichnet. Die Ursachen für diese Störungen können in einer Schädigung der Zunge (d.h. der Geschmacksknospen) oder von Elementen der Nervenbahn liegen, die Geschmacksreize zur Großhirnrinde leitet.
Zu den Ursachen von Geschmacksstörungen gehören:
- Entzündungen der Mundschleimhaut, auch als Nachbestrahlungsläsionen infolge einer Strahlentherapie von Tumoren im Kopf- oder Halsbereich,
- Zustände nach einer Zungenresektion,
- Hormonelle Störungen - Hypothyreose, Nebenniereninsuffizienz,
- chronische Einnahme von Stimulanzien, insbesondere Rauchen hat einen negativen Effekt,
- bestimmte Medikamente (Antidiabetika, Antikoagulanzien, Protonenpumpenhemmer, Antimykotika, Krebsmedikamente),
- Autoimmunkrankheiten, einschließlich des Sjogren-Syndroms, das Mundtrockenheit verursacht,
- Mangel an Vitaminen der Gruppe A und B,
- Störungen des Stoffwechsels bestimmter Elemente wie Zink und Kupfer,
- Erkrankungen des zentralen Nervensystems (Hirnnervenlähmungen, Gefäßerkrankungen, Alzheimer-Krankheit, Neuroinfektionen),
- bestimmte parasitäre Krankheiten,
- systemische Krankheiten wie Diabetes, Nieren- und Leberversagen.
Oft treten vorübergehende Geschmacksstörungen im Rahmen von Infektionen der oberen Atemwege oder Heuschnupfen auf. Auch Entzündungen der Speicheldrüsen können das Geschmacksempfinden beeinträchtigen.
Was die Behandlung anbelangt, so bleibt je nach Ätiologie nur eine kausale Behandlung. Außerdem muss eine angemessene Mundhygiene gewährleistet sein, um die Entwicklung von entzündlichen Läsionen oder Karies zu verhindern.