Bevor sich ein Neoplasma auf der Haut entwickelt, gibt es andere Krankheitsanzeichen, aus denen sich neoplastische Zustände entwickeln. Zu den Erkrankungen, aus denen sich Hautkrebs entwickeln kann, gehören solare Keratose, Hornhaut, Pergamenthaut oder pigmentierte Haut, weiße Keratose oder Hautschäden durch Röntgenstrahlen. Diese Erkrankungen haben unterschiedliche Ursprünge, aber es ist möglich, sie zu behandeln und ihre Weiterentwicklung zu verhindern.
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Präkanzeröser Zustand
Unter einem präkanzerösen Hautzustand versteht man einen Hautzustand, der sich im Laufe seiner weiteren Entwicklung und nach längerer Zeit wahrscheinlich zu einer neoplastischen Erkrankung entwickeln wird. Die häufigsten Neoplasmen, die sich auf diese Weise entwickeln, sind bösartige Neoplasmen, darunter das für den Menschen gefährlichste und bösartigste, das Plattenepithelkarzinom der Haut.
Solare Keratose
Eine der Erkrankungen, die in die Kategorie der präkanzerösen Erkrankungen fällt, ist die solare (senile) Keratose. Die Läsionen erscheinen als Flecken auf der Haut und sind das Ergebnis einer chronischen Sonneneinstrahlung. Einige Melaninkörner sind hohl, andere überladen mit Pigment, und ihre ungleichmäßige Verteilung verleiht der sonnengeschädigten Haut ein fleckiges Aussehen. Am häufigsten ist dies im Gesicht, auf den Handrücken, den Ohrläppchen oder der kahlen Kopfhaut zu sehen.
Eine weitere Krebsvorstufe ist die kutane Keratose, die sich aus einer bestehenden Warze oder solaren Keratose entwickelt. Sie zeigt sich als übermäßige Keratose der Haut, meist auf erythematösem Grund, und ähnelt in ihrer Struktur einem Horn. Sie tritt am häufigsten im Gesicht oder an den Ohrläppchen auf. Die sichtbare Läsion ist die Grundlage für die chirurgische Entfernung des Gewebes und die Vorlage zur histopathologischen Untersuchung.
Pergamenthaut
Pergamenthautoder pigmentierte Haut ist eine genetische Erkrankung, wird aber auch als Präkanzerose betrachtet. Die charakteristischen Merkmale dieser Erkrankung sind eine hohe Lichtempfindlichkeit und ein fleckiges Aussehen der Haut aufgrund von Pigmentveränderungen, Sommersprossen, Verfärbungen, Hyperpigmentierung oder sogar Hautatrophie. An exponierten Stellen der Haut, wie den Händen oder dem Gesicht, treten die Symptome am häufigsten auf.
Weiße Keratose
Weiße Keratose ist eine Erkrankung, von der die große Mehrheit der Männer über 40 Jahren betroffen ist. Sie ist das Ergebnis von schädlichen Faktoren, die die Schleimhaut des Magen-Darm-Trakts reizen, oder von chronischen mechanischen Verletzungen dieser Schleimhaut. Sie kann auch durch die Entwicklung anderer Erkrankungen wie Lichen planus, Sklerodermie oder atrophische Keratose bedingt sein. Charakteristisch für diese weiße Keratose sind weiße Narben mit einer rauen und unebenen Oberfläche, die hauptsächlich auf der Mund- und Genitalschleimhaut auftreten.
Späte Röntgen-Hautschäden
Späte Röntgenhautschäden werden auch als Krebsvorstufe angesehen. Diese Schäden sind das Ergebnis einer chronischen Exposition gegenüber Röntgenstrahlen, die bei der Behandlung anderer Krebsarten verwendet werden. Das klinische Bild ist durch makuläre Verfärbungen und Hyperpigmentierung, Verhärtungen der Haut und des Unterhautgewebes sowie Keratosen am Gesäß und am Bauch gekennzeichnet.
In der obigen Liste sind einige der Erkrankungen aufgeführt, die als Präkanzerose gelten. Jede dieser Erkrankungen erfordert eine fachärztliche Konsultation und eine angemessene Behandlung sowie eine Überwachung auf die Entwicklung von Krebs.