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Übermäßige Reaktion nach Keuchhustenimpfung

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Übermäßige Reaktion nach Keuchhustenimpfung

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Impfung

Die Pertussis-Impfung wird dreimal im ersten Lebensjahr eines Kindes verabreicht, gefolgt von Auffrischungsimpfungen im Alter von 2 und 6 Jahren. Wie nach jeder Impfung kann es zu einer Vielzahl von lokalen und allgemeinen Reaktionen kommen.

Derzeit wird in Polen noch routinemäßig ein Ganzzellimpfstoff für die Impfung verwendet, der etwas mehr Komplikationen verursacht als der sogenannte azelluläre Impfstoff.

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Reaktion nach der Impfung - Symptomen und ablauf

Der Ganzzellimpfstoff gegen Keuchhusten (Pertussis) in Kombination mit Tetanus- und Diphtherie-Antigenen (DTP-Impfstoff) ist einer der Impfstoffe, die eine relativ hohe Immunreaktivität aufweisen und somit ein Risiko für vermehrte Reaktionen nach der Impfung darstellen. Ein zusätzlicher Risikofaktor ist die Notwendigkeit, drei Dosen desselben Antigens in kurzen Abständen zu verabreichen. Leider gibt es derzeit keine andere Methode, um eine Immunität gegen diese sehr schwere und komplikationsreiche Krankheit Keuchhusten zu erreichen.

Ein völlig normaler Zustand nach der DTP-Impfung ist die Entwicklung einer lokalen schmerzhaften Rötung und Schwellung, manchmal sogar mit Vergrößerung der umliegenden Lymphknoten. Es ist auch normal, dass die Temperatur des Kindes auf maximal 39 Grad ansteigt und dass sich das Kind unwohl, reizbar oder schläfrig fühlt. Manchmal werden auch Appetitlosigkeit und Erbrechen oder lockerer Stuhl beobachtet. Diese Symptome sollten innerhalb von 2-3 Tagen abklingen.

Eine schwere Impfreaktion ist definiert als das Auftreten von Symptomen innerhalb von 72 Stunden nach der Impfung, wie z.B.: chronisches Weinen oder Schreien von mehr als 3 Stunden Dauer (insbesondere hohes Weinen, das sich von dem üblichen Weinen des Kindes unterscheidet), Bewusstseinsstörungen, Krämpfe oder andere fokale neurologische Anzeichen, Ohnmacht oder ein schlaffer Anfall mit verminderter Reaktionsfähigkeit des Kindes, Fieber von mehr als 39 Grad (wenn es keine andere Ursache gab, die das Fieber verursachen konnte).

Eine unerwünschte Impfreaktion ist auch das Auftreten einer generalisierten allergischen Reaktion innerhalb von bis zu 24 Stunden nach der Impfung.

Wann sollte man zum arzt gehen und Heilung

Das Auftreten einer der oben beschriebenen unerwünschten, überschießenden Reaktionen nach der DTP-Impfung erfordert unbedingt die Benachrichtigung des behandelnden Arztes, der das Ereignis in der Krankenakte vermerken und das Auftreten einer unerwünschten Reaktion nach der Impfung der örtlichen Epidemiologischen Gesundheitsstation melden muss.

Je nachdem, wie der Zwischenfall nach der Impfung aufgetreten ist, wird der Arzt entscheiden, ob er die Pertussis-Impfung ganz abbricht (und mit der Tetanus- und Diphtherie-Impfung fortfährt) oder nur auf einen azellulären Impfstoff (DTPa) umsteigt. Das Fortbestehen schwerer Symptome nach der Impfung für mehr als 2-3 Tage erfordert ebenfalls die Konsultation eines Arztes.

Reaktion nach der Impfung - Behandlung

Bei starkem Fieber oder Schmerzen wird die Verabreichung von Paracetamol (Panadol, Paracetamol, Apap) in einer Einzeldosis von 15-20 mg pro Kilogramm Körpergewicht (kann bis zu maximal 4x täglich wiederholt werden) empfohlen.

Es ist ratsam, eine leicht verdauliche Ernährung einzuhalten und darauf zu achten, dass das Kind ausreichend Flüssigkeit zu sich nimmt. Schwere lokale Reaktionen können mit Kompressen aus Altacet oder Natron (1 Teelöffel Natron auf ein halbes Glas Wasser) behandelt werden.