Da die Prävalenz von Kontaktallergien bei Kindern leider immer weiter zunimmt, interessieren sich viele Wissenschaftler für die Ursachen dieser Pathologie. Die Kontaktallergie im Allgemeinen ist immer noch ein ziemlich rätselhaftes Phänomen, aber glücklicherweise erfahren wir dank der Arbeit von Wissenschaftlern allmählich mehr und mehr darüber. Eine der interessantesten Arbeiten zu diesem Thema ist diejenige, die die verschiedenen Faktoren analysiert, die die Entwicklung einer Kontaktallergie bei Kindern beeinflussen können.
In dem Papier "Allergische Kontaktdermatitis bei Kindern: Welche Faktoren sind relevant? (review of the literature)", die in der Zeitschrift Pediatric Allergy and Immunology veröffentlicht wurde, waren Forscher aus vielen verschiedenen Zentren beteiligt, darunter Einrichtungen in Dänemark, den Niederlanden, Deutschland und Großbritannien. Da die Ursachen von Kontaktallergien bei Kindern, wie auch bei Erwachsenen, immer noch unklar sind, beschlossen diese Forscher, die verschiedenen Faktoren, die zu diesem Problem führen können, genauer unter die Lupe zu nehmen.
So stellten sie beispielsweise einen Zusammenhang zwischen Hautbarrieredefekten und dem Risiko einer Kontaktallergie bei Kindern fest. Unter anderem können Mutationen in den Genen für Filaggrin - eine der Substanzen, die die besagte Barriere bilden - mit einer Kontaktsensibilisierung in Verbindung stehen. Es ist auch möglich, dass die Kontaktallergie bei Kindern mit der atopischen Dermatitis zusammenhängt. Bei dieser Entität ist die Schutzbarriere ebenfalls verändert. Dadurch ist die Haut von AD-Patienten stärker gegenüber verschiedenen Antigenen exponiert, was das als Sensibilisierung bekannte Phänomen begünstigen kann.
Die Sensibilisierung wurde von den Autoren der oben genannten Publikation besonders genau untersucht. Dieses Phänomen lässt sich als ein Prozess erklären, bei dem der Körper - insbesondere wenn er häufig bestimmten Allergenen ausgesetzt ist - beginnt, auf diese zu reagieren. Dabei handelt es sich zunächst um Reaktionen minimalen Ausmaßes, die zu keinerlei Symptomen führen, obwohl sie das Risiko einer ausgewachsenen Allergie erhöhen.
Es hat sich gezeigt, dass eine Sensibilisierung - die bei Kindern letztlich zu einer Kontaktallergie führen kann - durch eine Reihe von Faktoren ausgelöst werden kann. Es wurde festgestellt, dass sogar Substanzen in Henna, das für temporäre Tattoos verwendet wird, oder sogar Wirkstoffe in verschiedenen Kinderspielzeugen solche sein können.