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Der Weg zur erfolgreichen Gewichtsabnahme

Monika Bak-Sosnowska, PhD Abteilung für Psychologie SUM, Primodium Klinik in Katowice

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Der Weg zur erfolgreichen Gewichtsabnahme

Panthermedia

Gewichtsverlust

Der Autor skizziert die Faktoren, die eine Gewichtsabnahme begünstigen und die, die sie behindern.

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Eine beliebte Behauptung ist, dass alles im Kopf beginnt. Das bedeutet, dass die Art und Weise, wie wir uns fühlen, aussehen und uns sogar verhalten, von der Art und Weise abhängt, wie wir denken. Dies wird auch von der Wissenschaft bestätigt. Eine bestimmte Denkweise, d.h. die richtige Einstellung, erleichtert den Erfolg in praktisch jedem Bereich des Lebens. Das gilt für die Kommunikation mit dem Partner, die Kindererziehung, die Arbeit im Beruf und auch - das Abnehmen. Natürlich ist das Wichtigste, um ein gesundes Körpergewicht zu erreichen und zu halten, die richtige Ernährung und körperliche Aktivität. Es bedarf jedoch einer bestimmten Einstellung oder eines bestimmten Ansatzes, um das gewünschte Verhalten in die Tat umzusetzen. Es gibt viele Gründe, warum die Herangehensweise an die Gewichtsabnahme nicht angemessen ist: unzureichendes oder falsches Wissen, unangenehme Erfahrungen, negative Emotionen, die z.B. aus Vorurteilen oder Dauerstress resultieren. Überzeugungen haben meist die Form von Behauptungen, die laut ausgesprochen werden können, nur als Gedanken vorhanden sind oder in unbewussten Bereichen der Psyche verborgen sind. Positive Überzeugungen verbessern die Stimmung, geben Energie, motivieren und lenken das Handeln. Auf diese Weise geben sie der Gewichtsabnahme eine Chance, effektiv, d.h. nachhaltig und gesundheitsfördernd zu sein.

Ich habe die Kontrolle darüber, wie viel ich wiege

Die Überzeugungen über die Ursachen einer Situation bestimmen weitgehend die Motivation zum Handeln. Viele übergewichtige Menschen neigen dazu, Faktoren, die sich ihrer Kontrolle entziehen - Gene, Hormone, abnormaler Stoffwechsel oder Stress - die Schuld zu geben. Daher ist die Überzeugung, das eigene Gewicht zu ändern, bei diesen Menschen sehr schwach ausgeprägt. Das führt dazu, dass sie nach einer externen Lösung suchen - einem Wundermittel, einer Zauberformel, Hypnose oder einer speziellen Behandlung. Inzwischen zeigt die Forschung, dass nur 5% der Fälle von Fettleibigkeit ihren Ursprung in einer Funktionsstörung des Körpers (z.B. Hypothyreose) haben und einen pharmakologischen Eingriff erfordern. Die verbleibenden 95% der Fälle sind auf einen unangemessenen Lebensstil zurückzuführen und die einzige wirksame Möglichkeit, die Situation zu ändern, besteht darin, bestehende, ungünstige Gewohnheiten zu ändern. Wenn medizinische Untersuchungen keine krankhaften Veränderungen im Körper bestätigen, die eine Gewichtszunahme verursachen, lohnt es sich, einen Blick auf die eigenen Überzeugungen über die Ursachen von Übergewicht zu werfen und an ihnen zu arbeiten. Diese Überzeugungen haben einen direkten Einfluss auf das Verhalten. Es geht vor allem um Sprüche, Sprichwörter oder familiäre Botschaften über Essen, Aussehen und Fettleibigkeit. Ermutigen sie zu einem gesunden Lebensstil? Vermitteln sie den Menschen die Möglichkeit, ihr Leben zu beeinflussen und zu lenken? Oder fördern sie andere Werte und Absichten? Es lohnt sich, rational und ehrlich zu ermitteln, inwieweit wir Einfluss auf unser Leben haben und dort entsprechende Veränderungen vornehmen können und welcher Bereich sich tatsächlich unserem Einfluss entzieht. Wenn man darüber nachdenkt, kommt man oft zu etwas anderen Schlussfolgerungen, als man zunächst denken könnte.

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Ich mag mich selbst und möchte für mich sorgen

Die überwiegende Mehrheit der Menschen, die abnehmen wollen, denken sehr negativ über sich selbst - und insbesondere über ihr eigenes Aussehen - nach. Wenn sie hören, dass sie sich selbst akzeptieren müssen, assoziieren sie dies mit Selbsthass und mangelnder Motivation zum Abnehmen. Neben den Extremen des Selbsthasses und der Selbstverachtung gibt es jedoch auch eine sogenannte goldene Mitte. Es ist die Selbsterkenntnis, d.h. das Wissen um die eigenen Qualitäten und die Qualitäten und Verhaltensweisen, die es wert sind, an sich selbst geändert zu werden. Sich selbst generell zu verneinen, führt zu Entmutigung und Depression und demotiviert zum Handeln. Das rationale Erkennen von Stärken und Schwächen hingegen ermutigt zu den gewünschten Veränderungen und macht einem bewusst, welche Ressourcen einem zur Verfügung stehen. Eine konstruktive Einstellung zu sich selbst und zum Abnehmen erinnert an einen weisen Elternteil, der bei der Erziehung eines Kindes Freundlichkeit, Fürsorge und Belohnung mit klar definierten Regeln und Anforderungen verbindet. Trotz großer Liebe stimmen sie nicht jeder Laune des Kindes zu, sondern verteilen Pflichten und Vergnügen auf eine bestimmte Art und Weise, wobei sie das Wohlergehen und die Entwicklung des Kindes im Auge behalten. Es lohnt sich, die Überzeugungen über sich selbst zu überprüfen und die negativen durch stärkere zu ersetzen. Abnehmen muss nicht wie ein Krieg aussehen, es kann der Beginn einer schönen Reise in interessanter Gesellschaft sein - in Ihrer eigenen.